Ziel des Spiels:
Ziel des Spiels
Das Ziel von Mau-Mau ist es so schnell wie es eben geht alle Karten von der Hand loszuwerden. Natürlich im Rahmen der weiteren Regeln, wegwerfen gilt nicht! Wer eine Runde beendet muss laut Mau sagen. Wem dies zuerst gelingt, der darf sich lautstark freuen und sich über seine Mitspieler*innen lustig machen.
Turniermodus
Ein Turnier besteht aus insgesamt 20 Einzelrunden. Nach jeweils fünf Runden muss die nach Punkten schlechtere Hälfte den Tisch verlassen und an den nächsten Tisch weitergehen. Somit ist gewährleistet, dass man auch mal gegen andere Gesichter verlieren kann. Das Turnier hat derjenige gewonnen, wer am Ende der 20 Runden am wenigsten Strafpunkte gesammelt hat. Sollte dies nicht eindeutig sein, gewinnt wer im Mau-Mau-Scoring die Nase vorn hat. Findet sich auch hier keine eindeutige Gewinner*in, so entscheidet ein Stechen. Der Gewinner des Turniers erhält eine Flasche Rum.
Meisterschaft
Das Meisterschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Wer nach allen Turnieren am Ende des Jahres die meisten Meisterschaftspunkte erhalten hat, darf sich Ostfriesischer Mau-Mau-Meister nennen. Liegen zwei Spieler*innen gleichauf, entscheidet auch hier das Mau-Mau-Ranking und alternativ ein Stechen. Der Gewinner der Meisterschaft darf sich feiern lassen und bekommt eine Flasche Rum und den Neid aller anderen Spieler*innen.
So wird gespielt
Die Spieler*innen werden gleichmäßig auf die vorhandenen Tische aufgeteilt. An einem Tisch sitzen maximal acht. An jedem Tisch befinden sich insgesamt drei Skatdecks die gemeinsam gemischt werden. Wer mit dem Mischen beginnt bestimmt der Tisch möglichst demokratisch selbst. Im Notfall ist es einfach der, der sich zuletzt an den Tisch gesetzt hat (den letzten beißen die Hunde). Er verteilt an jede Spieler*in sechs Karten und deckt eine Karte für den Ablagestapel auf. Es beginnt, wer links vom Mischenden sitzt. In der Folgerunde wird die Aufgabe der Mischer*in nach links weitergegeben.
Obacht: Die erste aufgedeckte Ablagekarte wirkt grundsätzlich pro beginnende Spieler*in. Das bedeutet, dass er sich bei einem Buben selbst die Farbe wünschen darf und beginnt. Eine negative Karte gilt nur dann zum Start, wenn die beginnende Spieler*in das so wünscht.
Wer „dran“ ist, muss entweder eine Karte passend zur obersten des Ablagestapels legen, oder aber eine Strafkarte ziehen, sollte er nicht spielen können. Eine passende Karte bedeutet, dass sie entweder in Farbe (Pik, Kreuz, Herz, Karo) zur Vorgängerkarte passt, oder aber in der Art der Karte (7, 8, 9, 10, etc.). Wer eine Strafkarte gezogen hat, darf nicht mehr ablegen, ihr / sein Zug endet sofort.
Grundsätzlich gilt beim Mau-Mau ein Zugzwang! Ich muss also entweder eine Karte ablegen oder aufnehmen um meinen Zug zu beenden.
Jede Karte, außer der Zehn, Dame, König und As hat eine besondere Funktion, die das Spiel beeinflussen kann:
Die Sieben: Der nächste Spieler muss zwei Strafkarten ziehen, es sei denn er hat selbst eine Sieben auf der Hand. Mit dieser Sieben darf er verlängern. Für jede Sieben, die verlängert wird, steigt auch die Anzahl der Strafkarten jedes Mal um Zwei. Dies geschieht solange, bis ein Spieler nicht mehr verlängern kann und die Strafkarten ziehen muss.
Die Acht: Der nächste Spieler muss aussetzen, es sei denn er hat selbst eine Acht auf der Hand. Diese darf er spielen und kann somit verlängern. Der nächste Spieler müsste aussetzen, es sei denn auch er hat eine Acht zum verlängern. Dies setzt sich soweit fort, bis jemand aussetzen musste.
Die Neun: Legt eine Spieler*in eine Neun, so ist sie / er erneut dran! Man beachte hierbei den o. g. Zugzwang! Man kann de facto das Spiel nicht mit einer Neun beenden.
Sonderrolle Bube: Der Bube ist beim Mau-Mau eine ganz besondere Karte, denn er hat mehrere Funktionen!
- Mit dem Legen eines Buben, darf man sich eine Farbe (Pik, Kreuz, Herz, Karo) wünschen. Die nächste Spieler*in ist gezwungen diese Farbe zu bedienen, unabhängig davon, welche Farbe der genutzte und nun oben liegende Bube hat.
- Bube auf Bube stinkt! Wenn der Vordermensch mit einem Buben gewünscht hat, so kann ich keinen weiteren Buben nutzen um mir eine andere Farbe zu wünschen. Ich muss die gewünschte Farbe bedienen.
- Ausnahme: Hat mein Bube die gewünschte Farbe, so darf ich sie als Joker ablegen, darf mir aber nichts wünschen. Der nun oben liegende Bube wird als gewöhnliche Karte bewertet, das bedeutet, dass die nächste Spieler*in mit einem dritten Buben wieder wünschen kann.
- Ein Bube, der mit der Option des Wünschens gelegt wird, muss nicht in Farbe, etc. zur offen liegenden Karte passen. Dies bedeutet, dass ich beispielsweise einen Herz-Buben auf eine Kreuz-Zehn legen darf. Obacht: Eine Sieben oder Acht vom Vordermann muss beachtet werden!!!
- Wenn ich die Runde mit einem Buben inkl. Wunschfunktion beende, dann sage ich laut Mau-Mau und nicht Mau. Obacht: Wer die Runde zwar mit einem Buben beendet, dieser aber in Joker-Funktion gelegt wird, beendet das Spiel nur mit einem Mau!
Grundsätzlich gilt: Wenn ich meinen Zug beende und ich habe nur noch eine letzte Karte, so sage ich lautstark „Letzte Karte“, sodass es jeder vernimmt.
Wer Ansagen wie „Letzte Karte“, „Mau“ oder „Mau-Mau“ vergisst, wird mit einer Strafkarte belohnt und jede*r darf sich freuen, dass das Spiel doch weitergeht. Profi-Tipp: Dachtest Du, Du hast gewonnen und musst nun dank einer Strafkarte doch noch eine weitere Runde spielen, so vergiss nicht „Letzte Karte“ zu sagen. Du weißt schon warum 😉
Wenn eine Runde beendet wird, müssen alle Spieler*innen die Punkte der verbliebenen Karten zählen. Wird die Runde mit einem Mau-Mau beendet, so zählen alle Punkte doppelt. Die Gewinner*in jedoch wird mit Minus 40 Punkten belohnt.
Punkte
Zehn, Dame, König und As zählen 5 Punkte!
Sieben, Acht und Neun zählen 10 Punkte!
Bube zählt 20 Punkte!
Mau zählt 0 Punkte!
Mau-Mau zählt -40 Punkte!
Turnierpunkte
| 1. Platz | 12 Punkte |
| 2. Platz | 10 Punkte |
| 3. Platz | 8 Punkte |
| 4. Platz | 7 Punkte |
| 5. Platz | 6 Punkte |
| 6. Platz | 5 Punkte |
| 7. Platz | 4 Punkte |
| 8. Platz | 3 Punkte |
| 9. Platz | 2 Punkte |
| 10. Platz | 1 Punkt |